• Mario P.
    Mario P.
    2018-11-17

    Ich vorher auch nicht. Habe den Film Anfang der Woche schon gesehen.
    Und da soll keiner kommen, das Kohle Bergbau nicht auch zu Lasten der Steuerzahler geht. Ich glaube kaum, daß die Kosten von den Zechen bzw Energieunternehmen getragen werden.

  • Paul Gehrke
    Paul Gehrke
    2018-11-17

    Die #Ewigkeitskosten sind aber kein wirklich neues Thema - zumindest im #Ruhrgebiet. Dass wir auf ewig pumpen müssen, damit der Laden nicht absäuft, ist schon lange bekannt.

    Spannend finde ich, dass dies aber nicht zwingend nur als Problem gesehen werden muss, sondern auch als große Chance für das Ruhrgebiet. Die vorhandenen Schächte bieten hervorragende Möglichkeiten zur Nutzung von #Geothermie, welche an dieser Stelle ohne größere Risiken genutzt werden kann und sich gleichzeitig in der unmittelbaren Nähe zu den Endverbrauchern befindet.

    Mit etwas Mut und Innovationsgeist sollte hier auf anderer technischer Basis eine ähnliche #Fernwärme - Nutzung möglich sein, wie es die Stadtwerke für #München planen. Die Strukturen unter der Erde und das Wissen zu den geologischen Verhältnissen sind jedenfalls größtenteils schon vorhanden...

  • Petra Ristow
    Petra Ristow
    2018-11-17

    Überall, wo gebuddelt wurde, ist die Erde instabil.
    Hier in Norddeutschland überall, dort wo Salz abgebaut wurde.
    Da rutscht dann schon mal eine Straße ab. Oder eine mittelalterliche Innenstadt wie Lüneburg hat plötzlich unbewohnbare Häuser.
    Wie das Beispiel Nachterstedt zeigt, ist auch der Braunkohleabbau über Tage nicht ohne Risiken. Renaturierung mit "pumpen wir das Loch voll Wasser" wie auch am Hambacher Forst vorgesehen, birgt Gefahren, die niemand abschätzen kann.

  • Paul Gehrke
    Paul Gehrke
    2018-11-17

    Der Steinkohle-Bergbau im Ruhrgebiet ist im großen Maßstab ca. in den 80ern beendet worden, danach ging es nur noch um das Auslaufen.

    Die Zeit kann man nicht zurückdrehen, aber man kann die seit Jahrzehnten vorhandene Infrastruktur sinnvoll nutzen.

  • Ravenbird
    Ravenbird
    2018-11-17

    Leider ist mir das da ich mich früher schon einmal damit beschäftigt habe alles weitgehend bewusst. Und das sind bei Leibe nicht alle Ewigkeitslasten die wir kommenden Generationen aufbürden. Zumal gar nicht geklärt ist was wir später noch an Altlasten entdecken, an die Heute keiner denkt.

    Und ja die alten Bergwerke kann man vielleicht irgendwann für anderes nutzen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

  • Paul Gehrke
    Paul Gehrke
    2018-11-17

    So fern ist diese 'Zukunftsmusik' scheinbar gar nicht. Und wir haben auch nicht mehr so viel Zeit, um den #Klimawandel entscheidend zu reduzieren. Es sind die nächsten 10 Jahre, die entscheiden - wir müssen jetzt handeln!

  • KAOS
    KAOS
    2018-11-17

    Ich, so als Berlinerin, habe mich mit dem Thema echt noch nie beschäftigt und wusste das alles nicht. Das war für mich also wirklich neu, und die Sendung bereitet das auch gut auf.

    Die Idee mit der Geothermie ist super, allerdings muss man die ja auch erst mal abschnittsweise testen und entwickeln - denn Risiken gibt es da auch, und da das Ruhrgebiet so dicht besiedelt ist, sollte man da nicht blauäugig rangehen.

  • Paul Gehrke
    Paul Gehrke
    2018-11-17

    Die Forschung dazu läuft ja schon seit einiger Zeit, entsprechende Anlagen gibt es auch schon. Schwerpunkt an der Hochschule #Bochum. Hör mal in den Podcast rein.

    Es geht ja hier nicht um neues Buddeln oder Bohren, sondern darum, die schon vorhandenen Anlagen in ca. 1 km Tiefe primär zur Wärmegewinnung zu nutzen.

  • KAOS
    KAOS
    2018-11-17

    Ja, ich weiß. Trotzdem riskant. Man hat dann da ja hohe Drücke und Schächte, die immer älter werden und eventuell aauch Gesteinsschichten, die sich anders verhalten als erwartet.

  • Paul Gehrke
    Paul Gehrke
    2018-11-17

    Diese Risiken haben wir auch ohne geothermische Anlagen. Die Anlagen da unten müssen sowieso in Stand gehalten werden, das sind ja die Ewigkeitslasten.

    Aber wenn das schon zu riskant sein soll, dann sehe ich echt schwarz für die Energiewende. Lieber doch noch die Kohlekraftwerke laufen lassen, denn die sind ja ohne Risiko und Nebenwirkungen? 🙁

  • Paul Gehrke
    Paul Gehrke
    2018-11-17

    Bitte entschuldigt, aber wir müssen einfach viel mutiger werden, sonst wird das nichts mit unserer Zukunft. Die Zeit läuft uns davon.

    Anderswo (beispielsweise in München) nehmen die Leute mehr Mühen und Risiken in Kauf, um an die begehrte Wärme zu kommen. Bei uns im Ruhrgebiet ist quasi schon alles notwendige seit Generationen vorhanden, es gibt dort Bereiche mit 60° warmen Wasser. Die fehlenden Schritte sind vergleichsweise gering.

    Es besteht die Möglichkeit, das größte Polyzentrum Europas mit ca. 8 Millionen Einwohnern mit klimafreundlicher Fernwärme zu versorgen, Und Wärme ist unser größtes Problem bei der Energiewende.

  • Mario P.
    Mario P.
    2018-11-17

    Zum Thema Geothermie habe ich erst letztens einen Podcast gehört.
    Lohnt sich wirklich den mit anzuhören

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    FG063 Geothermie

    12.10.18 by Metaebene Personal Media - Tim Pritlove

    Web player: http://podplayer.net/?id=56796554
    Episode: https://tracking.feedpress.it/link/13488/10550175/fg063-geothermie.m4a

    Die Wärme aus der Tiefe als wichtiger Beitrag zur Energiewende
    Ingo Sass
    Mit der Geothermie will der Geologe Ingo Sass eine unerschöpfliche und vor allem klimafreundliche Energiequelle für den Alltagsgebrauch erkunden und erschließen. An seinem Lehrstuhl für Angewandte Geowissenschaften an der TU Darmstadt verbindet er dafür Ingenieurtechnik und Naturwissenschaften.

    Das Energiepotenzial ist riesig: Unsere Erde ist im Kern 6.000 Grad Celsius heiß. Sie erzeugt damit einen Wärmestrom bis hin zur Erdoberfläche. Diese Geothermie ist eine mehr als nur alternative Energiequelle für die Beheizung von Wohngebäuden, Büros und Produktionshallen. Allerdings wird sie trotz vieler positiver Eigenschaften in Mitteleuropa noch viel zu wenig eingesetzt.

    Ingo Sass will durch seine Lehr- und Forschungstätigkeit dazu beitragen, die Akzeptanz der Geothermie bei Immobilienbesitzern, Baubehörden, Energieanbietern und Unternehmen zu steigern sowie für die notwendige Planung zu sensibilisieren. Dafür sieht er drei Ansatzpunkte: fundiertes Wissen über Geothermie vermitteln, technische Risiken bei deren Nutzung minimieren, Deutschland trotz aller Widerstände zum wissenschaftlichen Top-Player auf diesen Gebieten machen. Shownotes Glossar Geothermie – Wikipedia Technische Universität Darmstadt – Wikipedia Geologie – Wikipedia Paläontologie – Wikipedia Wirbellose – Wikipedia Geothermale Energie in Island – Wikipedia Bruchsal | Informationsportal Tiefe Geothermie The School for Renewable Energy Science - Wikipedia Mittelozeanischer Rücken – Wikipedia Grundwasser – Wikipedia Radioaktivität – Wikipedia Uran – Wikipedia Thorium – Wikipedia Kalium – Wikipedia Magma – Wikipedia Subglazialer Vulkan – Wikipedia Pazifischer Feuerring – Wikipedia WGC2020 - World Geothermal Congress 2020 - Reykjavik Iceland Himalaya – Wikipedia Oberrheinische Tiefebene – Wikipedia Asthenosphäre – Wikipedia Wärmeleitung – Wikipedia Duktilität – Wikipedia Iceland Deep Drilling Project - Wikipedia Mount St. Helens – Wikipedia Norddeutsches Tiefland – Wikipedia Alpenvorland – Wikipedia Tertiär – Wikipedia Grabenbruch – Wikipedia Römerberg (Ölfeld) – Wikipedia Deep Heat Mining Basel – Wikipedia Induzierte Seismizität – Wikipedia Hydraulic Fracturing – Wikipedia Ewigkeitskosten – Wikipedia Energieeinsparverordnung – Wikipedia Nahwärme – Wikipedia Fernwärme – Wikipedia Vorlauftemperatur – Wikipedia Grundwasserleiter – Wikipedia Transrapid – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License